Neue Studie des Potsdam-Instituts für Klimaforschung (PIK): Hochwassergefahr wird auch in Deutschalnd weiter ansteigen

Foto: TUTECH (Archivaufnahme)

Neue Studie des Potsdam-Instituts für Klimaforschung (PIK): Hochwassergefahr wird auch in Deutschland weiter ansteigen

Veränderte Regenfälle als Folge der globalen Erwärmung werden das Risiko von Überschwemmungen an Flüssen vielerorts stark erhöhen. Schon heute gehören derartige Fluten zu den häufigsten und verheerendsten Naturkatastrophen. Wissenschaftler des PIK haben jetzt die bis in die 2040er Jahre nötige Erhöhung des Hochwasserschutzes in allen Teilen der Welt berechnet, bis hinunter zu einzelnen Regionen und Städten. Sie stellen fest, dass der Anpassungsbedarf in den USA, in Teilen Indiens und Afrikas, in Indonesien und in Mitteleuropa einschließlich Deutschland am größten ist. Ohne Gegenmaßnahmen wären viele Millionen Menschen von schweren Überschwemmungen bedroht. Quelle und mehr Informationen: PIK-Pressemitteilung.

Weiterer Hinweis auf einen NDR-Beitrag „Düstere Aussichten für Niedersachsen“ vom 11.01.2018.

Kommunale Überflutungsvorsorge – Planer im Dialog

Veranstaltungshinweis: Fachtagung Kommunale Überflutungsvorsorge – Planer im Dialog

26. Februar 2018 in Hamburg

Auf der Fachtagung werden die Ergebnisse des Projekts „Kommunale Überflutungsvorsorge – Planer im Dialog“ den beteiligten und allen weiteren interessierten Kommunen vorgestellt. Das Projekt wird vom Deutschen Institut für Urbanistik (Difu) gefördert mit Mitteln der Deutschen Bundesstiftung Umwelt (DBU) von Februar 2016 bis März 2018 durchgeführt. Im Mittelpunkt des Vorhabens steht das Ziel, praxisbezogene Lösungen zu entwerfen und ausgewählten Kommunen konkrete Unterstützung bei der Einführung und Optimierung geeigneter Strukturen, Prozesse und Methoden einer koordinierten Überflutungsvorsorge zu geben.                                                     Mehr Informationen und Anmeldung.

Zwischenstand zum Mitreden, Teil 2

Grafik: TUTECH

Zwischenstand zum Mitreden – Teil 2 zur Entwässerungssituation im Stadtgebiet Elmshorn

Das KAREL-Infoblatt 2 ist erschienen. Mit diesen Zwischenergebnissen zur „Entwässerungssituation im Stadtgebiet Elmshorn“ legen wir der interessierten Fachöffentlichkeit ein zweites Diskussionspapier vor. Ebenso wie das Infoblatt 1 aus dem Sommer 2017 können Sie auch dieses Infoblatt 2 in unserem Download-Bereich herunterladen.

Stürme, Hitze, Fluten – Wie können wir uns an den Klimawandel anpassen?

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Stürme, Hitze, Fluten – Wie können wir uns an den Klimawandel anpassen?

Deutschlandfunk Kultur IM GESPRÄCH mit Daniela Jacob (Leiterin Climate Service Center Hamburg, GERICS) und Jörg Knieling (Professor für Stadtplanung und Regionalentwicklung an der HafenCity Universität Hamburg). Radio-Sendung über 85 min. vom 2.12.2017, zu hören als Podcast.

Eine Erderwärmung, die auch in Europa starke Auswirkungen hat, ist kaum mehr abzuwenden. Wie können Städte und Bürger sich auf den Klimawandel vorbereiten? Meteorologin Daniela Jacob und Städteplaner Jörg Knieling geben hierauf im Rahmen eines 85 Minuten-Beitrags Antworten. Überschwemmungen, Hitzewellen und verheerende Stürme: der Klimawandel bringt immer mehr Wetterextreme mit sich. Flankierend zum Klimaschutz müssen Städte und Regionen Maßnahmen ergreifen, um sich den Veränderungen anzupassen. Quelle u. link zum Podcast: Deutschlandfunk Kultur

Schonende Grabenunterhaltung in den Sielverbänden Raa und Wisch-Kurzenmoor

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Schonende Grabenunterhaltung in den Sielverbänden Raa und Wisch-Kurzenmoor

Für die Entwässerung der beiden Sielverbände im Unterlauf der Krückau ist die Unterhaltung der Gräben unerlässlich. Für den SV Raa und SV Wisch-Kurzenmoor sind das insgesamt 73 km offenes Grabensystem. Im Zeitraum September/Oktober findet der Großteil der Unterhaltungsmaßnahmen statt. Der ungehinderte Abfluss des Regenwassers wird durch Mähen der Böschungen und Krauten der Sohle gewährleistet, damit es nicht zu lokalen Überflutungen kommt. Hierbei kommt vorrangig ein Mähkorb zum Einsatz, mit dem die Böschungen gemäht werden und beim Krauten durch den Blecheinsatz Sediment und Pflanzenreste herausgehoben werden können.

Beim Mähen und Krauten muss beachtet werden, dass das Mähgut nicht in den Graben hineinfällt, da sonst Durchlässe verstopft werden und der Abfluss nicht mehr gewährleistet ist. Um die Ansprüche des Naturschutzes und der wasserwirtschaftlichen Interessen in Einklang zu bringen, wird bei der Unterhaltung möglichst „schonend“ vorgegangen. Hierbei wird u. a. eine bedarfsorientierte Unterhaltung vorgenommen. Nur dann, wenn es aus abflusstechnischer Sicht zwingend erforderlich ist, wird unterhalten. Dadurch müssen Abschnitte, in denen weniger Regenwasser anfällt oder der Graben sehr breit ist, beispielsweise nur alle fünf Jahre unterhalten werden.

Graben im SV Wisch-Kurzenmoor vor der Unterhaltung

Bei der schonenden Unterhaltung wird nur eine Böschungsseite gemäht und die Seite abschnittsweise oder nach Bedarf gewechselt. Die nicht zu mähende Seite wird unberührt belassen und bietet Insekten und Vögeln wichtige Rückzugs- und Überwinterungsmöglichkeiten. Auch das Krauten der Sohle wird nur bedarfsorientiert und so wenig wie möglich durchgeführt.

Graben im SV Wisch-Kurzenmoor nach einseitiger Böschungsmahd

Wohin mit den Regenfluten? Eine ganze Region ist bedroht

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Wohin mit den Regenfluten? Eine ganze Region ist bedroht

… so ist ein Beitrag in der Holsteiner Allgemeinen von Rainer Strandmann vom 18. Oktober 2017 betitelt. Zu finden auf S.10 in der Rubrik „Lokales“. Aus aktuellem Anlass wird auf die Untersuchungen im Projekt KAREL hingewiesen. Den vollständigen Artikel finden Sie ganz oben in unserem Download-Bereich.

Quelle: www.holsteiner-allgemeine.de

Messkampagne in den Sielverbänden Raa und Wisch-Kurzenmoor

alle Fotos in diesem Beitrag: Stadt Elmshorn

Messkampagne in den Sielverbänden Raa und Wisch-Kurzenmoor (Teil 2)

Von Mitte Juni bis Mitte Dezember 2017 werden wichtige Daten in den Sielverbänden Raa und Wisch-Kurzenmoor erhoben. Dazu wurden zehn Durchflussmessgeräte, sechs Wasserstandsmessgeräte, drei Regenschreiber sowie zwei Datenlogger in den Schöpfwerken installiert. Diese Ermittlung von grundlegenden Daten ist die wichtigste Voraussetzung für die erfolgreiche Modellierung eines Einzugsgebietes. Mit langen, flächendeckenden Niederschlägen und den jeweiligen Abflüssen ist es möglich, das Kanalnetz der beiden Sielverbände zu kalibrieren, um dann verschiedenste Zustände wie z.B. Verkrautung, Ablagerungen oder Vergrößerung von Durchlässen simulieren und  bewerten zu können. Der Einbau der Messgeräte wurde durch die Ingenieure für Innovative Siedlungswasserwirtschaft Magdeburg (ISW) durchgeführt und stellenweise von den Verbandsvorständen begleitet. Die Stromversorgung der Geräte wird mit Akkus, Batterien und Solarpanelen sichergestellt. Um die Richtigkeit der gemessenen Werte zu gewährleisten, werden die Daten aller Messgeräte einmal im Monat ausgelesen und bewertet, sowie die Funktionalität der Geräte überprüft.

Durchflussmessungen
Um Abflüsse in den Gebieten zuordnen und analysieren zu können, wurden zehn Durchflussmessgeräte eingebaut. Hierbei wird ein Spannring am Ausgang eines Durchlasses montiert, auf dem ein Ultraschall-Sensor auf Höhe der Sohle angebracht ist. Die Fließgeschwindigkeit und der Wasserstand werden alle zwei Minuten gemessen und die Werte gespeichert. Der Durchfluss kann dann aus diesen Werten berechnet werden. Die Stromversorgung wird hierbei bei den meisten Messstellen durch Akkus gewährleistet, die bei der monatlichen Überprüfung ausgetauscht werden. Zudem werden Kontrollmessungen des Wasserstandes sowie der Ablagerungen per Hand durchgeführt.

Wasserstandsmessungen
Die Messung des Wasserstandes wird durch einen Drucksensor mit einem Messintervall von einer Minute durchgeführt. Die Daten werden mithilfe eines Datenloggers gespeichert und ausgelesen. Bei der Überprüfung der Messgeräte wird eine Vergleichsmessung des Wasserstandes sowie der Ablagerungen per Hand durchgeführt, um die Richtigkeit der Daten sicherstellen zu können.

Niederschlagsmessungen
Zur Niederschlagsmessung wurden drei Regenschreiber in den Gebieten aufgestellt. Hierbei wird der Niederschlag über eine definierte Auffangfläche in eine Kippwaage überführt. Jede Kippung erfolgt durch eine festgelegte Niederschlagsmenge und erzeugt einen Impuls. Die Anzahl der Impulse wird als Minutensumme gespeichert. Der Niederschlag wird zudem in einem Behälter gesammelt und mit der Anzahl der Impulse verglichen sowie die Messwerte entsprechend korrigiert. Die Standorte der Regenschreiber sind so zu wählen, dass der Niederschlag nicht durch angrenzende Bäume oder Gebäude abgelenkt oder zurückgehalten wird und somit die Messungen verfälschen könnte. Bei der monatlichen Überprüfung werden die Regenschreiber auf Funktionalität geprüft. Es wird kontrolliert, ob die Geräte richtig ausgerichtet sind und dass die Auffangfläche nicht durch Blätter oder Insekten verschmutzt ist. Die Daten werden mithilfe eines Datenloggers gespeichert und ausgelesen.

Info-Veranstaltung zur Entwässerungssituation der Marschgebiete an der Krückau

Foto: TUTECH

Info-Veranstaltung zur Entwässerungssituation der Marschgebiete an der Krückau

Ca. 30 Teilnehmerinnen und Teilnehmer waren am 29. Juni im Elmshorner Rathaus dabei, um sich über den Stand der Arbeiten im Rahmen des Projekts KAREL zu informieren und um mitzudiskutieren. Bürgermeister Volker Hatje eröffnete die Veranstaltung, im Anschluss berichteten Suleman Shaikh von der TUHH und Thomas Beiersdorf von der Stadtentwässerung Elmshorn von den Fortschritten im Projekt. Aus den Reihen des Publikums kamen kritisch-konstruktive Beiträge und Fragen. Unter den Zuhörern waren u.a. Vertreter der beteiligten Sielverbände im Unterlauf der Krückau sowie Vertreter des Kreises, des Landesbetriebs für Küstenschutz, Nationalpark und Meeresschutz (LKN) und des Landesamtes für Landwirtschaft, Umwelt und ländliche Räume (LLUR). Auch die Presse war dabei – die Elmshorner Nachrichten berichteten im Anschluss über die Veranstaltung. Den Artikel finden Sie hier in unserem Download-Bereich unter der Bezeichnung „KAREL EN Gemeinsam gegen die Flut“

Messkampagne in den Sielverbänden Raa und Wisch-Kurzenmoor

Foto: Stadt Elmshorn

Messkampagne in den Sielverbänden Raa und Wisch-Kurzenmoor

Von Mitte Juni bis Mitte Dezember 2017 werden wichtige Daten in den Sielverbänden Raa und Wisch-Kurzenmoor erhoben. Dazu wurden zehn Durchflussmessgeräte, sechs Wasserstandsmessgeräte, vier Regenschreiber sowie sechs Datenlogger in den Schöpfwerken installiert. Diese Ermittlung von grundlegenden Daten ist die wichtigste Voraussetzung für die erfolgreiche Modellierung eines Einzugsgebietes.