Messkampagne in den Sielverbänden Raa und Wisch-Kurzenmoor

alle Fotos in diesem Beitrag: Stadt Elmshorn

Messkampagne in den Sielverbänden Raa und Wisch-Kurzenmoor (Teil 2)

Von Mitte Juni bis Mitte Dezember 2017 werden wichtige Daten in den Sielverbänden Raa und Wisch-Kurzenmoor erhoben. Dazu wurden zehn Durchflussmessgeräte, sechs Wasserstandsmessgeräte, drei Regenschreiber sowie zwei Datenlogger in den Schöpfwerken installiert. Diese Ermittlung von grundlegenden Daten ist die wichtigste Voraussetzung für die erfolgreiche Modellierung eines Einzugsgebietes. Mit langen, flächendeckenden Niederschlägen und den jeweiligen Abflüssen ist es möglich, das Kanalnetz der beiden Sielverbände zu kalibrieren, um dann verschiedenste Zustände wie z.B. Verkrautung, Ablagerungen oder Vergrößerung von Durchlässen simulieren und  bewerten zu können. Der Einbau der Messgeräte wurde durch die Ingenieure für Innovative Siedlungswasserwirtschaft Magdeburg (ISW) durchgeführt und stellenweise von den Verbandsvorständen begleitet. Die Stromversorgung der Geräte wird mit Akkus, Batterien und Solarpanelen sichergestellt. Um die Richtigkeit der gemessenen Werte zu gewährleisten, werden die Daten aller Messgeräte einmal im Monat ausgelesen und bewertet, sowie die Funktionalität der Geräte überprüft.

Durchflussmessungen
Um Abflüsse in den Gebieten zuordnen und analysieren zu können, wurden zehn Durchflussmessgeräte eingebaut. Hierbei wird ein Spannring am Ausgang eines Durchlasses montiert, auf dem ein Ultraschall-Sensor auf Höhe der Sohle angebracht ist. Die Fließgeschwindigkeit und der Wasserstand werden alle zwei Minuten gemessen und die Werte gespeichert. Der Durchfluss kann dann aus diesen Werten berechnet werden. Die Stromversorgung wird hierbei bei den meisten Messstellen durch Akkus gewährleistet, die bei der monatlichen Überprüfung ausgetauscht werden. Zudem werden Kontrollmessungen des Wasserstandes sowie der Ablagerungen per Hand durchgeführt.

Wasserstandsmessungen
Die Messung des Wasserstandes wird durch einen Drucksensor mit einem Messintervall von einer Minute durchgeführt. Die Daten werden mithilfe eines Datenloggers gespeichert und ausgelesen. Bei der Überprüfung der Messgeräte wird eine Vergleichsmessung des Wasserstandes sowie der Ablagerungen per Hand durchgeführt, um die Richtigkeit der Daten sicherstellen zu können.

Niederschlagsmessungen
Zur Niederschlagsmessung wurden drei Regenschreiber in den Gebieten aufgestellt. Hierbei wird der Niederschlag über eine definierte Auffangfläche in eine Kippwaage überführt. Jede Kippung erfolgt durch eine festgelegte Niederschlagsmenge und erzeugt einen Impuls. Die Anzahl der Impulse wird als Minutensumme gespeichert. Der Niederschlag wird zudem in einem Behälter gesammelt und mit der Anzahl der Impulse verglichen sowie die Messwerte entsprechend korrigiert. Die Standorte der Regenschreiber sind so zu wählen, dass der Niederschlag nicht durch angrenzende Bäume oder Gebäude abgelenkt oder zurückgehalten wird und somit die Messungen verfälschen könnte. Bei der monatlichen Überprüfung werden die Regenschreiber auf Funktionalität geprüft. Es wird kontrolliert, ob die Geräte richtig ausgerichtet sind und dass die Auffangfläche nicht durch Blätter oder Insekten verschmutzt ist. Die Daten werden mithilfe eines Datenloggers gespeichert und ausgelesen.

Info-Veranstaltung zur Entwässerungssituation der Marschgebiete an der Krückau

Foto: TUTECH

Info-Veranstaltung zur Entwässerungssituation der Marschgebiete an der Krückau

Ca. 30 Teilnehmerinnen und Teilnehmer waren am 29. Juni im Elmshorner Rathaus dabei, um sich über den Stand der Arbeiten im Rahmen des Projekts KAREL zu informieren und um mitzudiskutieren. Bürgermeister Volker Hatje eröffnete die Veranstaltung, im Anschluss berichteten Suleman Shaikh von der TUHH und Thomas Beiersdorf von der Stadtentwässerung Elmshorn von den Fortschritten im Projekt. Aus den Reihen des Publikums kamen kritisch-konstruktive Beiträge und Fragen. Unter den Zuhörern waren u.a. Vertreter der beteiligten Sielverbände im Unterlauf der Krückau sowie Vertreter des Kreises, des Landesbetriebs für Küstenschutz, Nationalpark und Meeresschutz (LKN) und des Landesamtes für Landwirtschaft, Umwelt und ländliche Räume (LLUR). Auch die Presse war dabei – die Elmshorner Nachrichten berichteten im Anschluss über die Veranstaltung. Den Artikel finden Sie hier in unserem Download-Bereich unter der Bezeichnung „KAREL EN Gemeinsam gegen die Flut“

Messkampagne in den Sielverbänden Raa und Wisch-Kurzenmoor

Foto: Stadt Elmshorn

Messkampagne in den Sielverbänden Raa und Wisch-Kurzenmoor

Von Mitte Juni bis Mitte Dezember 2017 werden wichtige Daten in den Sielverbänden Raa und Wisch-Kurzenmoor erhoben. Dazu wurden zehn Durchflussmessgeräte, sechs Wasserstandsmessgeräte, vier Regenschreiber sowie sechs Datenlogger in den Schöpfwerken installiert. Diese Ermittlung von grundlegenden Daten ist die wichtigste Voraussetzung für die erfolgreiche Modellierung eines Einzugsgebietes.

Zwischenstand zum Mitreden

Zwischenstand zum Mitreden

Mit dem KAREL-Infoblatt 1 „Diskussionspapier zur Entwässerungssituation der Marschgebiete an der Krückau“ haben wir Zwischenergebnisse festgehalten, die wir mit der interessierten Fachöffentlichkeit am 29. Juni 2017 im Rathaus Elmshorn diskutieren möchten. Das Infoblatt 1 sowie die Einladung zur Veranstaltung und das Programm finden Sie im Download-Bereich.

KAREL in Bonn

KAREL in Bonn

Am 17. und 18. Mai 2017 werden Mitarbeiter aus dem Verbund KAREL in Bonn beim BMUB am Vernetzungstreffen der Projekte des DAS-Förderprogramms Anpassung an den Klimawandel teilnehmen. Mit dem DAS-Förderprogramm soll die Entwicklung und Umsetzung von Maßnahmen und Konzepten zur Anpassung an die Folgen des Klimawandels vorangetrieben werden. Mit KAREL leisten wir einen kleinen Beitrag, um Deutschland resilienter, d.h. weniger verletzlich, zu machen. In Bonn treffen sich Projektmitarbeiterinnen und -mitarbeiter aus vielen Teilen Deutschlands zum Erfahrungsaustausch.

Vermessungsarbeiten sind abgeschlossen

Aufmerksame Beobachter bei den TUHH Vermessungsarbeiten mit GNSS in Wisch-Kurzenmoor, Foto: TUHH

Vermessungsarbeiten sind abgeschlossen

Die Vermessungsarbeiten der TUHH in den beiden Sielverbänden Raa-Besenbek und Wisch-Kurzenmoor sind abgeschlossen. Gemessen wurde hauptsächlich mit einem GNSS (Globales Navigationssatellitensystem, siehe Foto), das Position- und Höhenbestimmung durch dem Empfang von Satellitensignalen ermöglicht. Insgesamt wurden offene Grabensysteme von 73 km Länge mit fast 300 Durchlässen und 41 Brücken vermessen. Basierend auf den Ergebnissen wird anschließend mithilfe von computergestützten Modellrechnungen die Leistungsfähigkeit der Entwässerungsgräben innerhalb der Verbandsgebiete ermittelt. Die Ergebnisse werden mit den Verbandsvertretern im Frühjahr 2017 besprochen. Die Arbeiten sind Teil des Arbeitspaketes 2 im Rahmen von KAREL und sollen in der zweiten Jahreshälfte 2017 zum „Aktionsplan Unterlauf Krückau“ führen.

TUHH Vermessungsarbeiten nun auch im Sielverband Wisch-Kurzenmoor

TUHH Vermessungsarbeiten in Wisch-Kurzenmoor, Foto: TUHH

TUHH Vermessungsarbeiten nun auch im Sielverband Wisch-Kurzenmoor

Seit Ende November sind Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Technischen Universität Hamburg (TUHH) damit beschäftigt, auch das Grabensystem im Sielverband Wisch-Kurzenmoor zu vermessen. Der Sielverband verfügt über ein offenens Grabensystem von einer Gesamtlänge von 34 km. Charakteristisch sind lange, gerade Gräben mit großem Freibord. In Bereichen, in denen kein Satellitensignal zu empfangen war, kam das Tachymeter zu Einsatz – siehe Foto oben aus Klein Nordende.

Vermessung des Grabensystems im Sielverband Raa-Besenbek

TUHH Vermessungsarbeiten, Foto: TUHH

Vermessung des Grabensystems im Sielverband Raa-Besenbek

Seit August 2016 sind Mitarbeiter der Technischen Universität Hamburg im Verbandsgebiet Raa-Besenbek vor Ort tätig. Im Rahmen von KAREL führen sie in Zusammenarbeit mit der Stadtentwässerung Elmshorn umfangreiche Vermessungsarbeiten durch, um den Ist-Zustand des vorhandenen Grabensystems aufzunehmen. Basierend darauf wird anschließend mithilfe von computergestützten Modellrechnungen die Leistungsfähigkeit der Entwässerungsgräben innerhalb des Verbandsgebiets ermittelt. Diese Arbeiten sind Teil des Arbeitspaketes 2 im Rahmen von KAREL und führen zum „Aktionsplan Unterlauf Krückau“. Die Arbeiten sind mit dem Sielverband Raa-Besenbek und den Grundeigentümern abgestimmt und werden voraussichtlich im Dezember 2016 abgeschlossen sein. Die Ergebnisse der Untersuchungen werden dann ausführlich mit Vertretern des Sielverbandes besprochen.

KAREL-Auftakt am 27.9.16 im Rathaus Elmshorn

KAREL-Auftakt am 27.9.16 im Rathaus Elmshorn, Foto: TUTECH

KAREL-Auftakt am 27.9.16 im Rathaus Elmshorn

Am 27. September 2016 fand ab 15 Uhr im Kollegiumssaal des Rathauses der Stadt Elmshorn die Auftaktveranstaltung für die Fachöffentlichkeit statt. Nach einem Grußwort von Stadtrat Dirk Moritz und einem kurzem Statement von Roland Reum von der Unteren Wasserbehörde des Kreises Pinneberg gingen die beiden nächsten Redner in die Details des Projekts KAREL: Thomas Beiersdorfer von der Stadtentwässerung erläuterte die Ausgangslage und die Motivation aus städtischer Sicht. Josef Oberhofer von der Technischen Universität Hamburg (TUHH) stellte anschließend ausführlich alle geplanten Untersuchungen und Arbeiten der nächsten zwei Jahre vor. Im Anschluss wurde angeregt z.B. mit den anwesenden Vertretern der umliegenden Gemeinden und Sielverbände diskutiert. Die Holsteiner Allgemeine berichtete bereits vorab am 21.9. mit den Schlagzeilen „Regenfluten – Stadt massiv bedroht“ und „Techniker: Wir müssen Misstrauen ausräumen“ und dann im Nachgang am 5.10. unter der Überschrift „Wasserschutz: Gelungener Auftakt mit dem Umland“. Alle drei Presseartikel finden Sie bei uns im Bereich „Download“.